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Aus beiden Büchern, die vor allem wolil durch das große Interesse hervorgerufen wurden, das der Gegenstand heute auf sich zieht, sprechen offenbar stark suggestive Persönlichkeiten. Beide stellen den praktischen Gesichtspunkt voran, sie wollen weder theoretisch Eigenes bringen noch das Thema erschöpfend behandeln. Die Vorgänge sollen durch Vorführung möglichst zahlreicher Versuche und Beispiele dem allgemeinen Verständnis zugänglicher gemacht werden. Zugleich wollen sie in die Technik der Hypnose und Suggestion einführen.
So ähnlich die Absichten, so verschieden die Ausführung. Bei Friedländer berührt wohl der therapeutische Optimismus sympathisch, wenn er auch vom analytischen Standpunkt oberflächlich erscheinen mag. Außer einer eingehenden Schilderung der schon seit längerem bekannten, jedoch leider viel zu wenig geübten Technik der Hypno-Narkose wird aus dem Buch weder der Praktiker noch der Facharzt viel entnehmen können, was nicht schon klarer und einfacher gesagt wäre. Vor allem istes kaum geeignet, den studierenden Anfänger mit dem ebenso wichtigen wie schwierigen Gegenstand bekannt zu machen. Wie der Stil so ist die Darstellung überhaupt unsystematisch, aphoristisch und sprunghaft.
Im Gegensatz dazu ist Kauffmann überall sachlich und präzis und die sehr zahlreichen genau geschilderten Versuche vermitteln auch dem völlig Unvorbereiteten ein außerordentlich anschauliches Bild der Tatsachen. Besonders eingehend ist die Technik behandelt, aber auch theoretische Erörterungen werden nicht umgangen. Der Autor kommt hier den analytischen Auffassungen nahe, wenn er u. a. Hypnotisieren definiert als „das unbewußte Trieb-Ich beeinflussen“. Dr. v. Hattingberg.