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Dieses Buch hat auch für den Psychoanalytiker Bedeutung, gerade deshalb, weil es zum Teil Probleme behandelt, welche der Psychoanalytiker bewußt vernachlässigt.
In dem ersten Teil der Untersuchungen werden folgende Körperbautypen unterschieden:
Der asthenische Typus ist im groben Gesamteindruck durch geringes Dickenwachstum bei unvermindertem Längenwachstum charakterisiert. Diese spärliche Dickenentwicklung geht durch alle Körperteile und alle Gewebsformen hindurch. Es sind magere, schmal aufgeschossene Menschen von saft- und blutarmer Haut mit schmalen Schultern, dünnen Armen und schlanken Händen, langem, schmalem, flachem Brustkorb, dünnem, fettlosem Bau. Das Körpergewicht bleibt gegen die Körperlänge, der Brustumfang gegen den Hüftumfang zurück.
Der athletische Typus ist durch starke Entwicklung des Skeletts, der Muskulatur und der Haut gekennzeichnet. Die Schultern laden breit aus, der Brustkorb ist stattlich, der Bauch straff. Das Becken und die unteren Gliedmaßen erscheinen im Vergleich mit den oberen Gliedmaßen zarter. Die Muskelbäuche treten stark vor. Der Knochenbau ist grob, die Extremitäten sind grob, fast akromegal. Die Extremitäten sind lang. Die Haut ist straff, hat einen guten Turgor. Das Fett ist nur sehr schwach entwickelt. Die Körpergröße liegt über dem Durchschnitt.
Der pyknische Typus ist durch starke Umfangsentwicklung der Eingeweidehöhlen (Kopf, Brust, Bauch) und die Neigung zum Fettansatz am Stamm bei mehr graziler Ausbildung des Bewegungsapparates (Schultergürtel und Extremitäten) gekennzeichnet. Die Figur ist mittelgroß, gedrungen, ein weiches, breites Gesicht sitzt auf kurzem, massivem Hals. Der Brustkorb gut gewölbt. Fettbauch. Die Schulterbreite ist im Verhältnis zum Brustumfang gering. Die Extremitäten sind eher kurz. Die Größe ist eine mittlere.
Kretschmer findet nun bei Zirkulären ein starkes Hervortreten pyknischer Körperbautypen, bei Schizophrenen ausgesprochen starkes Hervortreten der asthenischen, athletischen und dysplastischen Typen.