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Nach der Begriffsbestimmung der Psychopathien, ihrer kurzen Aufzählung und Schilderung versucht Jolly das wenige Feststehende über ihre Ursachen zusammenzufassen. Allzuvieles liegt noch im Dunkeln. Der zweite Teil bespricht die Prophylaxe und Therapie, die soziale Bedeutung und
Prognose der psychopathischen Konstitutionen. Manches warme und kluge Wort belebt die im übrigen durchaus, sagen wir „konservative“ Darstellung. Scheint etwas neu, so ist es doch wieder zu wenig deutlich. Wenn z. B. die Behandlung der Homosexualität „in einer vertraulichen Aussprache mit dem Arzt, Regelung der ganzen Lebensführung, des Verkehrs und der Lektüre besteht“, so kann das sehr viel und sehr wenig bedeuten. Das Heft zeigt vornehmlich, wie wenig erschlossen der Gegenstand noch ist.
Friedjung (Wien).