You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Verfasser setzt sich zur Aufgabe, Jungs Lehren über die Komplexreaktionen nachzuprüfen. Er kommt dabei an der Hand von zahlreichen Tabellen, die die Reaktionszeiten etc. wiedergeben, unter anderem zu dem Resultat, daß bei zwei Drittel seiner Versuchspersonen die Komplexreaktionen des ersten Versuches häufiger lange Reaktionszeit aufweisen als die indifferenten, wobei die unlustbetonten deutlichere Ausschläge als die lustvollen geben. Ein Drittel der Versuchspersonen zeigt dagegen die Neigung zur Verkürzung der Reaktionszeit. Die postkritischen Reizworte seien meist wie die indifferenten. Komplexreaktionen sind bei der Reproduktion labiler. Man wird mit Erstaunen eine weitgehende Bestätigung der Jung sehen Versuche durch einen Vertreter der Münchener Schule feststellen. Aber leider zeigt schon eine oberflächliche Vergleichung der Tabellen, daß man wieder einmal aneinander vorbeiredet: Zunächst muß es auffallen, daß Verfasser uns sowohl die Reizworte selbst wie die Reaktionen auf sie vorenthält. Der verstehende nicht nur experimentierende und rechnende Psychologe könnte sonst vielleicht gar erkennen, was die Versuchsperson beschäftigt, sogar am Ende einige den Versuchspersonen und selbst dem Experimentator unbewußte Komplexe erschließen. Statt dessen begnüge man sich mit der Charakteristik wie bei Normalen „A stud. med.“ oder bei Kranken „An 39 Jahre alte paranoide Haftpsychose“. Verfasser ist dadurch lästigen Nachprüfungen seiner 15 Seiten Tabellen von unserer Seite auch glücklich entgangen. Neben diesem formalen Einwand ist jedoch noch ein prinzipieller