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hat sich am 22. Jänner d. J. in Kalkutta unter dem Vorsitz von Dr. G. Bose konstituiert und ihren Beitritt zur Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung angemeldet. Die Gruppe besteht vorläufig aus neun Mitgliedern, darunter mehreren Dozenten an der Universität Kalkutta.
Die Monatsschrift „La Nouvelle Revue Française“ beginnt ihren neuen Jahrgang mit einem Aperçu de la Psychanalyse aus der Feder ihres Herausgebers Jules Romains. „Die ganze vorige Saison“ — beginnt der Essai — „war Einstein bei uns wahnsinnig in Mode … Dieser Winter wird, so glaube ich, die Freud-Saison. Die verdrängten Triebe beginnen in den Salons Staub aufzuwirbeln. Die Damen erzählen ihren letzten Traum und kokettieren dabei mit der Hoffnung, daß ein kühner Deuter alle Arten von Ungeheuerlichkeiten darin entdecken wird. Ein dramatischer Autor, dessen Namen ich verschweige, hat bereits die Zeit gefunden, ein oder mehrere glatt freudistische Stücke zu schreiben und von mehreren Direktoren ablehnen zu lassen. Ich rate ihm, diese Stücke schleunigs dem Grand-Guignol [bekanntes Spezialtheater für spannende und schaurige Dramatik] anzubieten. Und schließlich kommen auch die Fachzeitschriften, die es durch fünfundzwanzig Jahre hindurch unterlassen haben, Freuds Dasein zu konstatieren, und machen sich lächerlich, indem sie ihn nun entdecken, in aller Hast seine Thesen diskutieren oder, was noch rührender ist, sie als die natürlichsten Dinge der Welt anerkennen.“ Diese Albernheiten, führt dann der Verfasser aus, gehören wohl nicht nur in Frankreich, sondern überall in der Welt zu den Eigenheiten der guten Gesellschaft, in Frankreich aber sei es eine besondere Erscheinung, daß auch die Spezialisten, Gelehrten, die qualifizierten Informatoren — nunmehr seit drei Jahrhunderten — in der Kenntnisnahme dessen, was außerhalb Frankreichs vorgeht, sich dauernd verspäten.
Es folgt dann eine eingehende Besprechung der Freudschen Lehren an Hand der französischen Übersetzung der „Vorlesungen“. Der Aufs