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Wer Nervösen und leicht Psychopathen ein wohl verständliches und doch nicht ganz oberflächliches Werklein in die Hand geben will, in dem sich die Hilfesuchenden auf angenehme Weise einen Weg finden können, der sich ebenso sorgsam von pastoraler Dogmatik als von materialistischer Psychologie fernhält, weder einen lähmenden Determinismus noch einen leichtfertigen Optimismus predigt, sondern zwischen allen Extremen sorgfältig ausbalanciert, findet in diesen Besprechungen einen empfehlenswerten Führer, der von der Kreuzung von Theologen und Arzt erfreuliche Kunde gibt. Als Paten und Zeugen für die produzierten Gedankengänge sind neben Goethe, Schiller und Hebbel auch Nietzsche und Bergson genannt, gelegentlich auch Adler, verschwiegen dagegen unverdientermaßen Freud, ohne den doch die ausführlich besprochene Übertragung der Gefühle, die Bedeutung der Kindheitserlebnisse, der Konflikte innert der Familie, die Tatsachen des Unbewußten und anderes mehr kaum zu ihrem Rechte gekommen wären.
Dr. Kielholz.