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Prof. Wiersma in Groningen versendet ein Heftchen mit obigem Titel an eine größere Zahl von Spezialärzten und entspricht damit der letztwilligen
Verfügung einer Kranken, die den Wunsch geäußert hat, daß die ihr widerfahrenen Enttäuschungen nach ihrem Tode zur Warnung und zum Nutzen anderer Leidender bekanntgegeben werden möchten.
Es handelt sich um eine Zwangskranke, welche lange Zeit hindurch nach der Methode von Dubois (in verschiedenen Spielarten) behandelt worden ist. Für den Psychoanalytiker ist von besonderem Interesse zu erfahren, wie sehr die Patientin unter den ständigen Anspornungen zur Selbstbeherrschung und Selbsterziehung gelitten hat. Jedem Nervenarzt kann wirklich nur empfohlen werden, sich aus dieser Schrift darüber zu informieren, wie die noch heute am meisten geübte Form des ständigen Aufstachelns der Energie zu wirken geeignet ist. Zwischen den Zeilen der Schrift liest man, in welchem Maße die Behandlung der Pflege eines überspannten Ichideals gedient hat und wie sie andererseits zu einer ganz übertriebenen Unterdrückung der Sexualität geführt hat.
Selbst wenn man die niemals fehlenden Einseitigkeiten und Mißverständnisse in der Darstellung seitens einer Patientin in Abzug bringt, bleibt manches Beherzigenswerte in dieser Schrift übrig.
Abraham.