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Man erwacht mitunter mit irgendeinem unsinnigen Satz auf den Lippen. E. Kraepelinhat sich mit dieser Erscheinung in seinem Buche „Über Sprachstörungen im Traume“ beschäftigt. Es wäre vielleicht angezeigt, ihr mit psychoanalytischen Mitteln weiter nachzugehen. Meine heutige Notiz soll jedoch eine unter anderen Bedingungen aufgetretene analoge Erscheinung festhalten.
Ich habe bedauerlicherweise sehr oft an kleinen grippeartigen Erkrankungen zu leiden. Wenn sie ihren Schatten nicht anderswie vorauswerfen, so machen sie ihr Nahen durch ein Nachlassen der Präzision und Zuverlässigkeit in geistigen und körperlichen Verrichtungen bemerklich; es passieren mir dann allerlei „Fehlleistungen“, Verschreiben, Versprechen, Verrechnen, Aus-der-Hand-Fallen-Lassen von Gegenständen — geistige Arbeit erfordert viel größere Anstrengung als sonst — kurz, der mir zu Gebote stehende psychophysische Organismus funktioniert dann nicht tadellos. (Auch das Traumleben ist dann in charakteristischer Weise gestört oder sagen wir: beeinflußt).
In diesem Zustand beobachtete ich jüngst an mir eine Erscheinung, die man ungefähr in der Mitte zwischen „Rede beim Erwachen“ (oder Rede im Schlaf) und Versprechen lokalisieren könnte. Es war beim Abendessen. Jemand sagte zu mir: „Du hast dir heute mehr Wein genommen.“ Ohne etwas darauf zu erwidern, spann ich die Worte „mehr Wein“ zu einem Kalauer aus, indem ich mir dachte, ich könnte nun antworten: „Hätte ich am Ende Meerwasser (mehr Wasser) trinken sollen?“ Intensiver beschäftigte mich jedoch zugleich der Gedanke an einen Essay, den ich geschrieben und vorher, am Nachmittag,