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IZPA 8(3):362-365 (1922)
Rohrschach Hermann, Dr. med.: Psychodiagnostik. Methodik und Ergebnisse eines wahrnehmungs diagnostischen Experimentes. ( Deutenlassen von Zufallsformen.) Ernst Bircher, Bern und Leipzig, 1921. 174 S. Mit 10 Abbildungen.
Dieses Buch enthält einen Bericht der Versuche über die Deutung von Tintenklecksen, ausgeführt an 405 Versuchspersonen, ebensowohl an normalen Individuen (gebildet und ungebildet) als auch an Patienten, die an den verschiedensten Arten von Geistesstörungen litten. Bei diesen Versuchen ist das
Hauptaugenmerk meist ausschließlich auf die Form (zum Unterschied vom Inhalt) der von den Versuchspersonen wiedergegebenen Deutungen gerichtet. Diese Wahrnehmungen werden einer minutenlangen Analyse unterworfen und aus dem sich daraus ergebenden Resultat zieht der Verfasser eine Anzahl von Schlüssen, die in jedem einzelnen Fall interessant und anregend, aber in manchen Beziehungen eingestandenermaßen weiterer Bestätigung bedürfen und die gegenwärtig eher als hoffnungsvolle Hinweise für zukünftige Untersuchungen aufgefaßt werden müssen, als daß man sie als endgültig feststehende Resultate ansehen kann.
Das bedeutungsvollste dieser Ergebnisse befaßt sich mit einer ganz deutlich hervortretenden Wechselbeziehung von zwei ganz verschiedenen Gruppen von Geisteszügen, bei denen auf der einen Seite ein relatives Vorherrschen (beim Versuch) von Bewegungsempfindungen, auf der anderen Seite von Farbeinflüssen vorhanden ist.
Wenn also bei der Deutung der Kleckse Bewegungsempfinden (Kinästhesie) oder Wertung der Farbe vorherrscht, finden wir auf der einen und der anderen Seite:
Bewegungsempfinden (kinästhetisch).
Farbe.
Differenzierte Intelligenz.
Stereotype Intelligenz.
Mehr originelle Produktivität.
Mehr Reproductivität.
Es befinden sich also in der Klasse der Bewegungsempfindungen (Kinästhesien) „die selbstä
PEP | Article - Rohrschach Hermann, Dr. med.: Psychodiagnostik. Methodik und Ergebnisse eines wahrnehmungs diagnostischen Experimentes. (Deutenlassen von Zufallsformen.) Ernst Bircher, Bern und Leipzig, 1921. 174 S. Mit 10 Abbildungen. - Flügel, J. C.
Mehr innerliches Leben.
Mehr äußerliches Leben.
Stabile Affektivität.
Labile Afferktivität.
Geringe Anpassungsfähigkeit an die Wirklichkeit.
Mehr Anpassungsfähigkeit an die Wirklichkeit.
Mehr intensive als extensive Beziehungen.
Mehr extensive als intensive Beziehungen.
Gemäßigte, stabile Motilität.
Erregbare, labile Motilität.
Plumpheit und Mangel an Geschicklichkeit.
Geschicklichkeit und Gewandtheit.
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