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„Es fehlte uns die Lehre von den Beziehungen,“ so äußert sich die Verfasserin einleitend zu ihrem rund 600 Seiten starken Buch und sucht es damit zu begründen, daß das „naturwissenschaftliche Jahrhundert“ nun soviel analysiert habe, daß die Elemente der Seele uns nun zur Genüge bekannt sind und wir nicht mehr daran hängen zu bleiben brauchen, sondern synthetisch weiterbauen sollen. Es gelte, die „Ichtotalität“ in der „Welttotalität“ zu erfassen. Das „Weltknäuel im Menschen“ wolle man ja nicht dadurch aufdecken, „daß man es zerfasert, analysiert, sondern dadurch, daß man jeden einzelnen in diesem Weltknäuel synthetisiert und immerzu ergänzt bis zur höchsten Mannigfaltigkeit der Weltbuntheit, also bis an die Grenze zur Unendlichkeit“ (S. 3). Sehen wir zu, wie Verfasserin sieh ihrer kühnen Aufgabe zu entledigen sucht, indem wir aus einigen Kapiteln verschiedenes herausgreifen, was einmal zur Charakteristik des Buches beiträgt, andererseits von Interesse für die Stellung der Verfasserin zur Psychoanalyse ist.
II. Kapitel, Das Leben: „Das Leben, das ewige Vorwärts, setzt sich fort, sucht sich fortzusetzen, will nicht gestört sein und, um nicht gestört zu sein, drängt es sich durch“ (S. 14). In tönenden Worten wird nichts gesagt. Doch weiter: Das Lustprinzip „als Lebenskreator“, Selbsterhaltungstrieb, Selektionstheorie basieren auf Vorurteilen. Der Verfasserin waltendes Grundprinzip ist die Tendenz „zur Behauptung des Ichs“. Inwiefern Verfasserin darunter etwas anderes und richtigeres versteht als das, was sie verworfen hat, bleibt dem Referenten verborgen.