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Die Bedeutung der Psychotherapie für die einzelnen Spezialfächer der Medizin wird allmählich erkannt, und der Psychoanalyse als Heilmethode, besonders aber als Methode des Verstehenlernens psychogener Symptome ihr erster Platz angewiesen. In dieser wertvollen Arbeit lenkt ein klinischer Assistent die Aufmerksamkeit der Fachkollegen auf die zahlreichen psychogenen Beschwerden der Frauen: Fälle von Dysmenorrhoe, Hyperemesis, Kreuzschmerzen, Fluor etc.; manche abnormen Blutungen, Darm- und Blasenstörungen; Vaginismus, Kohabitationsschmerzen; insbesondere aber die Frigidität, für welch letztere nur die Psychoanalyse als erfolgreiche Behandlungsmethode in Betracht kommt. Im übrigen spricht der Autor auch der Hypnose und Suggestion das Wort, wertet aber die Psychoanalyse besonders hoch. Für den Gynäkologen komme die „Persönlichkeitsanalyse“ nicht in Betracht, sondern nur die „Symptomanalyse“. Der Praktiker habe individualisierend unter den psychotherapeutischen Methoden zu wählen. Der wohlbewanderte Autor erweist sich als belesen, aber auch praktisch erfahren, als feinfühliger Arzt und Forscher, der vom psychotherapeutischen Erfolg nur dann recht befriedigt ist, wenn er Anlässe und Ursachen der Psychogenese nach Möglichkeit durchschaut hat.
Dr. E. Hitschmann.