You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Mr. Green faßt die Absicht seines Buches selbst in folgenden Worten zusammen. Er will „so klar und einfach als möglich jene Stücke der psychoanalytischen Theorie darstellen, die Eltern, Lehrern und anderen mit Kindern Beschäftigten oder für Kinder Interessierten von Nutzen sein können“. Man kann sagen, daß er dieses Ziel im großen und ganzen in seinem sehr lesenswerten und übersichtlichen Buch durchaus erreicht. Eine von dessen besten Seiten ist der Reichtum an anschaulichen Beispielen für jedes der erörterten Themen. Diese Beispiele entstammen durchwegs der eigenen Erfahrung des Autors, und zwar entweder seiner Unterrichtstätigkeit in Schulklassen oder seiner Beschäftigung mit Kindern außerhalb der Schule, und überzeugen den Leser durch ihre offenbare Echtheit. So werden z. B. in den Abschnitten über „Tagträume“ (Kap. II u. III) zehn verschiedene Fälle (im Alter von 3 bis 23 bei beiden Geschlechtern) ausführlich beschrieben, erörtert und analysiert. Dasselbe geschieht in Kap. VII, „Interesse“, wo an einigen anschaulichen Beispielen gezeigt wird, eine wie wichtige Rolle die unbewußte Motivierung spielt und wie wenig sich ausrichten läßt, wenn bei der Beeinflussung nur das Bewußtsein in Betracht gezogen wird.
Für den praktischen Lehrer wird Kap. XI über Irrtümer, Fehler und Auslassungen eines der wertvollsten sein. Die „Vergeßlichkeit“, „Begriff-stützigkeit“ und „Nachlässigkeit“ der Kinder, die für Lehrer und Schüler eine solche Energieverschwendung bedeutet, wird hier in einem neuen Lichte gezeigt Das Kapitel ‚Dependence and Sex’ behandelt die sexuelle Frage ziemlich oberflächlich, aber vielleicht ist das bei einem Buch zu loben, das wie das vorliegende für die Hände von Anfängern in der Psychoanalyse