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Der Traum, über welchen ich hier berichten möchte, ist ein treffendes Beispiel für die von Freud1 besprochene Verwendung der Form des Traumes oder des Träumens zur Darstellung eines Stückes des verdeckten Inhaltes.
Während eines Nachmittagsschlafes träumte der Analysierte wiederholt — vier-, fünf- oder sechsmal — die Zahl war ihm zunächst unklar — folgenden Traum: Er sei im Begriff ein Beefsteak zu essen, wobei er einen zu großen Bissen in seinen Mund führe und daran ersticke. Er greife in seinen Mund und ziehe das Fleischstück heraus. Im Traum empfand er Druck- und Atmungsbeschwerden, auch Angstgefühle, mit welchen er nach der sechsten Traumwiederholung erwachte.
Außerdem kamen in diesem Traum zwei eingeschobene Szenen vor. Der Träumer wußte nicht, zwischen welchen Traumwiederholungen sie einzureihen wären, vielleicht, sagte er, die erste Szene zwischen der vierten und fünften Wiederholung, die zweite Szene zwischen der fünften und sechsten.
Die erste eingeschobene Szene entwickelt sich folgendermaßen: Es erschienenplötzlich zwei Kellner, die den Träumer verspotteten, da er unfähig schien, sein Beefsteak, ohne zu ersticken, zu essen.
Die zweite eingeschobene Szene lautet: Der Träumer befand sich in einer Vorlesung. Über seinen Kopf hinweg setzten zwei ausländische Studenten ein Gespräch fort, das in einer Ursprache oder vielleicht ungarisch geführt wurde. Er beklagte sich beim Vortragenden, er könne wegen des störenden Gesprächs nichts von der Vorlesung hören, und er bat um Abstellung desübels. Darauf begannen die zwei Studenten ihn zu mißhandeln, und zwar zu zwicken und zu schlagen.
In diesem als Material in einer Analyse beigebrachten Traum möchte ich die besonders bemerkenswerte, von Freud2 als äußerst selten bezeichnete sechsmalige Wiederholung betonen.
Der Traum wurde einer vollkommenen Analyse unterzogen und wies viel Merkwürdiges auf, das einerseits mit der ganzen Analyse, andererseits mit den Kindheitserlebnissen des Betreffenden im innigsten Zusammenhang steht.