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Hattingberg redet einer „biologischen Psychologie“ das Wort, die nicht mehr Lehre von der Seele oder gar nur von den Bewußtseinsvorgängen ist, sondern Lehre vom Handeln, sich Gebaren. Wir assoziieren, wir leben nie richtungslos und die Triebe sind es, welche die Richtlinien abgeben für die Assoziationen ebenso wie für alle Handlungen. Der Autor gibt folgende Triebdefinition: „Triebhandlungen oder allgemeine Realisationen von Trieben sind typische Änderungen im Gesamtverhalten der Menschen und Tiere, die in typischen Situationen auftreten (Phasenwechsel des Benehmens oder Gebarens). Sie sind angeborene, jedoch im Individualleben mehr oder weniger modifizierbare typische Zusammenhänge von Funktionen, die von einem typischen Anfangszustand des Organismus (Bedürfnis) ausgehen und zu einem typischen Endzustand (Befriedigung) hinführen. Triebe oder Instinkte sind Richtungen solcher Abläufe, die beim Menschen mehr oder weniger bewußt, jedoch auch völlig unbewußt vor sich gehen können.“ Affekte sind in bestimmter Weise veränderte Äußerungen von Trieben. Die Triebe sind nicht von vornherein auf bestimmte Objekte bezogen, die endgültige Verbindung zwischen Trieb und Objekt entsteht im Individualleben (vergl. Freuds Auffassung der Objektwahl und Übertragung). Wir haben zwei Erlebnisse, die wir für den Trieb charakteristisch anerkennen müssen. Auf der einen Seite ein aktives, einen Drang („Ich sehne mich, ich sterbe“), im anderen Fall erscheint nicht das Ich als Ausgangspunkt der Handlung, sondern ein „es“, ein Etwas, mit dem das Ich jedenfalls nicht identisch ist („es treibt mich so zu handeln“). Hattingberg hat eine eigene Auffassung der Hypnose; sie beruht nach ihm auf einer besonderen instinktiven Einstellung oder Bereitschaft, einem „Trieb suggeriert zu werden“. — In der Neurose, im Traum sind bekanntlich die verdrängten Triebe Symptom- oder Traumbildner. Andererseits finden wir überall Ursachenreihen, welche bestimmen, was im einzelnen Fall als Inhalt des Symptoms usw. au