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Eine der Züricher psychiatrischen Klinik entstammende Abhandlung über die Stereotypien der Geisteskranken muß unser besonderes Interesse erwecken.
Kläsi erörtert zunächst den Begriff der Stereotypie, der von früheren Autoren bald zu weit, bald zu eng gefaßt worden sei. Er trennt z. B. die eintönig wiederholten Äußerungen der Melancholischen von den Stereotypien, ordnet den letzteren dagegen gewisse Reaktionen auf Sinnestäuschungen usw. ein. Seine Definition („Äußerungen, … die, vom Gesamtgeschehen vollständig losgelöst, das heißt autonom, weder eine Stimmung ausdrüeken, noch sonst einem Zweck in der [objektiven] Wirklichkeit angepaßt sind“) muß jedoch bereits Bedenken erregen. Wir Psychoanalytiker kennen keine seelischen Erscheinungen, die vom „Gesamtgeschehen“ losgelöst sind; die Anfechtbarkeit dieses Ausdrucks sei nur nebenbei erwähnt. Solche Gebilde sind doch nur scheinbar „autonom“ und „sinnlos“. Gerade die Sinnlosigkeit erhebt der Autor aber zu einem wichtigen Kriterium der Stereotypie. Wir würden sagen, die Stereotypie sei sinn los vom Standpunkt des Bewußtseins, sinnvoll bei Berücksichtigung des Unbewußten, ganz wie jede absurd klingende Wahnidee, jeder Traum usw. Aber eben das Unbewußte ist es, das der Autor