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Psychoanalytische Denk- und Anschauungsweise scheint doch allmählich, wenn auch noch immer unter Verschleierung ihrer Herkunft, in breitere medizinische Kreise zu dringen. „Wir müssen uns vorstellen, daß die verschiedenen psychischen Schichten und Kräfte beim Lebewesen im körperlichen Substrat jeweilig verschiedener Systeme verankert sind,“ meint der Autor eingangs seines sehr interessanten Aufsatzes. Es werden Fälle mitgeteilt, die der heute auch noch im engeren psychoanalytischen Kreise sich schwer durchringenden Anschauung stützend entgegenkommen, daß effektiv organogene Leiden psychischerseits weit intensiver ausgenützt werden, als man zu vermuten sich getraut. So der krasse Fall einer spastischen Spinalparalyse, die seit zehn Jahren langsam fortschreitet, Symptome äußerst qualvoll. Durch hypnotische Suggestion lassen sich die Spasmen des Schultergürtels leicht lösen. Die Hypnose beseitigt auch eine anhaltende Obstipation, der Belladona-Suppositorien nichts anhaben konnten. Ebenso der Fall einer Polyneuritis. Patientin ist an den unteren Extremitäten total gelähmt. Es fiel aber auf, daß sie doch hie und da „instinktiv“ Bewegungen machte. Hypnose: Obstipation weicht, Extremitäten können bewegt werden. Sensibilität und Reflexe, die vorher fehlten, sind jetzt positiv (!!). Nach einmaligem Rückfall wieder arbeitsfähig. Es handle sich um „Übergreifen eines