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Lipschütz und Biedl sprachen über die innere Sekretion der Geschlechtsdrüsen, Weil über die Körperproportionen der Homosexuellen,
Schmidt und Littaur berichteten über günstige Erfolge mit der Steinach-schen Operation. Auch über die Hypersexualität der Tuberkulösen, die beim Tiere erweisbare Blutdrucksteigerung im Gehirn beim Koitus wurde gesprochen. Zur allgemeinen Sexualreform hörte man unter anderen Träger verdienter Namen, so Ehrenfels und Helene Stöcker. Zum Thema „Psychoanalyse und Sexualreform“ hielt Müller-Braunschweig einen längeren Vortrag, nicht ohne hervorzuheben, daß seine sexualreformerischen Konsequenzen aus den Lehren der Psychoanalyse nur als seine persönliche Ansicht gelten sollen. Nach aufklärenden Ausführungen über Homosexualität vertrat er den Standpunkt der Beseitigung des § 175. Über die innerfamiliären Bindungen, die Inzestschranke, Ehe, Monogamie, Polygamie brachte Müller wichtige psychoanalytische Gesichtspunkte vor und war als der einzige aktiv teilnehmende Psychoanalytiker im Kreise von Vertretern der Sexualwissenschaft gewiß sehr am Platze. Man muß sich fragen, warum psychoanalytische Kenntnisse und Erfahrungen nicht reichlicher vertreten waren. Kronfeld z. B. enttäuscht sehr durch seinen Vortrag über die Sexualität des Kindes. Nach ihm „läßt sich für die gesamte Zeitspanne von der Geburt bis zu den allerersten Anfängen der Pubertät in der übergroßen Mehrzahl der Fälle sagen, daß irgendwelche Beobachtungen sexuellen Verhaltens beim Kinde direkt, ohne von außen herangetragene Deutung, nicht zu erheben sind. Die Wichtigkeit dieser Feststellung leuchte ein, wenn man an die Überspannungen denke, denen der Begriff der infantilen Sexualität in manchen Theorien ausgesetzt sei.“ — In der Vortragsreihe „Bevölkerungspolitik und Geburtenregelung“ empfahl Rohleder die künstliche Befruchtung, die in 30 Prozent der Fälle wirksam sei; M. Fränkel (Berlin) sprach zur Röntgen-Sterilisierung der Frau. Die Sterilisierung mit Röntgenbestrahlung ist nur eine