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Als Bekennerschrift zugunsten einer gerechten Beurteilung und dementsprechenden rechtlichen Behandlung der Homo sexuellen hat die Schrift ihren Wert und dürfte auch wirken, soweit der geschraubte Stil nicht stört. Kronfeld tritt für die Heraufführung eines neuen Hellenismus ein und schließt mit dem Satze: „…, so wird es den dann lebenden Menschen unfaßbar erscheinen, daß es eine Zeit geben konnte, in der Menschen den Staat, dieses ‚kälteste aller kalten Ungeheuer‘, für befugt gehalten haben, sich mit blind erbarmungslosem Zugriff in die privateste Sphäre zwischenmenschlicher Beziehungen zertrümmernd einzumischen.“ Der Titel erklärt, daß der Autor in der Vorbemerkung inhaltlich und methodisch Neues verspricht, ohne daß ein Kenner der psychoanalytischen Literatur dieses Versprechen erfüllt sieht. Das Publikum kennt Freud zu wenig, um die Provenienz der von einem ehemaligen Bekämpfer vorgebrachten Zusammenhänge zu wissen. Adlers Erklärung der Homosexualität lehnt der Autor mit Recht ab, aber die ganze Arbeit ist durchsetzt von als originell vorgebrachten richtigen Adler sehen