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Der Verfasser hat sich in mehreren Arbeiten um die Durchforschung der Beobachtungen über Störungen der inneren Sekretion, insbesondere wo sie in den Ablauf der Geschlechtsentwicklung eingreifen, verdient gemacht. Diesmal versucht er einen zusammenfassenden Überblick über den gegenwärtigen Stand dieses vielfach noch dunklen Gebietes zu geben. Soweit es sich um Ergebnisse der experimentellen Forschung und klinischer Beobachtungen an auffälligen Varianten der somatischen Entwicklung handelt, gelingt ihm diese Absicht vortrefflich. Weniger befriedigen können jene Teile, die dem Verhalten der Erotik gewidmet sind. Hier ist er bei Krafft-Ebing stehen geblieben. „Ich muß es mir versagen, hier auf die von Freud und seiner Schule immer wieder betonte Linie einer infantilen Sexualität einzugehen.“ Warum er sich dies bei einem Vortrage, bei dem dieses Eingehen Pflicht wäre, versagen muß, deutet der Verfasser nicht einmal an!
Friedjung, Wien.