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Das Unbewußte, das man der Psychoanalyse so lange nicht glauben wollte, ist nun Trumpf. Und zwar ist es der Okkultismus, der sich gezwungen sieht, das unbewußte Seelenleben zur Deutung seiner Phänomene heranzuziehen.
Daß dabei die jahrelange Arbeit der Psychoanalyse übersehen wird und zum Beispiel von Professor Österreich die deutsche Psychologie als rückständig bezeichnet werden muß, weil sie die Führung hier zumeist anderen Kulturvölkern überlassen mußte, kann bei der bisherigen gründlichen Ignorierung durch die offizielle Psychologie nicht wundernehmen. Daß der Traum Einblick in das Reich des Unbewußten gewährt, ist „erst in jüngster Zeit (!) erkannt worden“! Czernin-Dirkenau führt in seiner zusammenfassenden populären Schrift das automatische Schreiben, das Tischrücken, die spiritistischen Klopf töne nicht mehr auf „Geister“, sondern auf Auswirkungen des Unbewußten zurück. Bei den medialen Mitteilungen handelt es sich nie um Botschaften von „Geistern aus dem Jenseits“, sondern nur um charakteristische Spielprodukte der unbewußten Phantasie des Mediums, wie die nie fehlenden Lücken und Mängel beweisen. Alle Personifikationen und Inkarnationen zeigen sich dadurch ohne Mystik erklärbar. Nebenbei ein Detail: Verfasser kennt eine Dame, die, wenn sie einen verlorenen Gegenstand nicht aufzufinden vermag, sich mit Erfolg vornimmt, von ihm zu träumen. Im Traum erscheint ihr dann regelmäßig irgend ein verstorbener Verwandter, der unter anderem den Aufenthalt des vermißten Gegenstandes angibt.
Sichlers treffliche Darstellung und Deutung der Theosophie bezieht sich oft auf die Psychoanalyse. So ist ihm namentlich die Traumdeutung ein Beweis für die Überflüssigkeit, die unbewußte Tätigkeit mit den Theosophen in die Astralsphäre zu verlegen. Für den Wiedergeburtsgedanken wird die psychoanalytische Deutung (Mutterkomplex) akzeptiert. Was das „höhere Schauen“ der Theosophen anlangt, so werden die transzendenten Erfahrungen derselben nicht angezweifelt, sondern metaphysisch gede