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Die kleine gehaltvolle Schrift strebt an „die einheitliche psychologische Erfassung der hypnotischen und suggestiven Phänomene und ihre gemeinschaftliche Erklärung aus der gleichen Dynamik der Affekte und Triebe die wir auch in der Neurosenlehre, im Schizophreniegebiet, ja in der eigentlichen Charakterologie überhaupt als das Fundament betrachten“. Ferenczis grundlegende Arbeit „Introjektion und Übertragung“ findet nach 13 Jahren endlich ihre volle Würdigung als Lösung des Problems der Hypnose und Suggestion durch Zurückführung auf die Einstellung des Kindes zu den Eltern. Die Arbeit Ferenczis wird in breiten Zitaten abgedruckt, ebenso findet Freuds Arbeit „Massenpsychologie und Ichanalyse“ die gründlichste Würdigung. Irrtümlich wird behauptet, Freud sehe die Affekte, welche die Kinder an die Eltern knüpfen, als auf rein sexueller Grundlage beruhend an, und daran Polemisches geknüpft. — Ganz besonders eng ist die Verwandtschaft des hier Dargelegten mit den Ausführungen von Schilder „Über das Wesen der Hypnose“ (J. Springer, ). Friedrichs, erwähnt daher der Herausgeber, hätte sein Manuskript längst abgeschlossen gehabt, ehe Schilders Studie erschien.
Friedrichs' Zweifel daran, daß bei der Hypnose zwischen Gleichgeschlechtlichen immer die homosexuelle Komponente heranzuziehen sei — „was nur als Zweckhypothese anzusehen wäre,“ wie er sagt — zeigen von den Grenzen seiner Zustimmung zur psychoanalytischen Auffassung, aber auch von den Grenzen des Verständnisses für den erweiterten Begriff unbewußter Homosexualität. Die psychoanalytische Lösung des Problems der Hypnose und Suggestion ist aber auf dem Wege zunehmender Anerkennung.
Dr. Hitschmann.