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In diesem kleinen (52 S.) Buche will der Verfasser eine „Einführung in das System der Philosophie“ geben. Sein Ausgangspunkt ist: jede Philosophie muß eine praktische Basis haben und dem Menschen in seinem Kampf für das Lustprinzip dienen.
Darum glaubt der Verfasser, daß die Metaphysik, die Gnosseologie, wie auch die Logik in der Philosophie keinen Platz finden sollen (S. 14). Alles, was im Gebiete der Philosophie bleibt, ist das, was das Problem des Menschenglückes praktisch zu lösen pflegt. Hier kommt die Philosophie sehr nahe zur Medizin, nämlich — zur Psychotherapie und Psychoanalyse.
Im Leben, sagt der Verfasser, sind sehr viele Unzufriedene, und eine richtige Diagnose der Ätiologie der Unzufriedenheiten in dem oder jenem Falle zu stellen, ist die erste Aufgabe der Philosophie wie auch der Medizin.
Der Verfasser versteht die Unzufriedenheit als ein Unlustgefühl ohne ein konkretes Objekt als Ursache; jedes Objekt kann diese Ursache sein; die Unzufriedenheit ist ein irradiertes Unlustgefühl (S. 15). In diesem Buche bietet er auch eine Klassifikation der Unzufriedenheiten, indem er folgende Gruppen unterscheidet: 1. Die Unzufriedenheit von einem irradierten physischen Schmerz; 2. eine hypochrondische Unzufriedenheit; 3. die Unzufriedenheit, die pathologische Prozesse im Nervensystem und Gehirn als Ursache hat — die „zerebrale“ —; 4. die psychopathische Unzufriedenheit; 5. die Unzufriedenheit, die auf dem Temperament (in den meisten Fällen — dem melancholischen) ruht; 6. die sexuelle Unzufriedenheit; 7. die Unzufriedenheit, die soziale Ursachen hat; 8. die sozial-individuelle Unzufriedenheit (ihre Ätiologie bilden die sozialindividuellen Gefühle, wie Scham, Ehrgeiz usw.); 9. die individuelle Unzufriedenheit; 10. die intellektuelle Unzufriedenheit, die man auch pessimistische nennen kann; 11. die suggestive Unzufriedenheit, und endlich 12. die Unzufriedenheit, die Ermüdung als Ursache hat.
Der zweite Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit der „Therapie der Unzufriede