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Havelock Ellis verfolgt in diesem Aufsatz die Geschichte des Terminus „erogene Zonen“. Er stellt fest, daß das Phänomen als solches und ohne seine Beziehung zur Sexualität seit den Anfängen der exakten medizinischen Beobachtung unter dem Namen „Sympathie“ bekannt war. Charcot wurde auf die „erogenen Zonen“ aufmerksam, belegte sie aber mit dem Namen „hysterogene Zonen“ ohne sie mit sexuellen Gefühlen in Verbindung zu bringen.
Als erster brachte Ernest Chambard, 1881, die von ihm sogenannten „centres-érogènes“ in Verbindung mit der Sexualität. 1883 wies Féré die Analogie der erogenen mit den hysterogenen Zonen nach und stellte fest, daß die ersteren auch bei Normalen Vorkommen. Sonst in Übereinstimmung mit Chambard, ändert er dessen Terminus in „zones érogènes“ ab.
Der erste diesbezügliche Hinweis in der englischen Literatur findet sich in der Übersetzung der Arbeit von Binet und Féré „Animal Magnetism“, 1887, unter dem Namen „erogenic zones“. 1891 wurde dieser in das Oxford Dictionary aufgenommen, mit der Erläuterung „that gives rise to sexual desire“.
Die nächste Verwendung in der englischen Literatur findet sich bei Havelock Ellis selbst, und zwar im dritten Band seiner „Studies“, 1903, als „erogeneous zones“.
Bloch gab als nächster in seinen „Beiträgen zur Ätiologie der Psycho-pythia Sexualis“, (II. Teil, S. 192,) eine zusammenfassende Darstellung des Themas und dehnte den Gebrauch des Terminus „erogene Zonen“ auf alle Sinnesorgane aus.