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Der Autor zieht aus der Analyse eines achtjährigen Knaben einige interessante Schlußfolgerungen. Er weist bei dem Kinde eine Anzahl von unbewußten und vorbewußten Gedankengängen nach, die bei Erwachsenen fast immer unbewußt sind und zeigt, daß ebenso wie bei erwachsenen Neurotikern auch hier diese Gedankengänge die Triebkraft zur Bildung der neurotischen Symptome und zur Herausbildung bestimmter Charakterzüge abgegeben haben. Die Entstehung der Neurose führt er auf die verschiedenen Erscheinungsformen des Elternkomplexes zurück. Es gelingt ihm ferner, an diesem Falle das Vorhandensein ambivalenter Gefühlsbeziehungen zü den Eltern und die Äußerungen der infantilen Sexualneugierde besonders anschaulich nachzuweisen. Das Entstehen von deutlichen Minderwertigkeitsgefühlen läßt sich auf Eifersucht nach Geburt eines jüngeren Bruders und auf den Kastrationskomplex zurückführen.
Vom Standpunkt der Technik wäre zu bemerken, daß dem Autor, entgegen seinen sonstigen Erfahrungen an Kindern, hier die Herstellung und Aufrechthaltung einer Übertragung ohne Schwierigkeiten gelang. Die Art der Übertragung unterschied sich in keiner Weise von der bei erwachsenen Neurotikern.
Zum Schlüsse seiner Arbeit erörtert der Autor die Frage der Heredität und die Möglichkeiten einer Prophylaxe.