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„Doch alle Lust will Ewigkeit.“
Nietzsche, „Zarathustra“.
Die theoretische Biologie ist zurzeit in einer jener Krisen begriffen, wie sie in der Geschichte jeder Wissenschaft von Zeit zu Zeit eintreten müssen, wenn dieselbe nicht im Dogma überlieferter Lehrsätze erstarren soll. Ihre Methoden, ihre Grundbegriffe werden gegenwärtig von den verschiedensten Gesichtspunkten aus einer kritischen Revision unterzogen und manche ihrer Leitsätze und Theorien, mit denen wir seit 50 Jahren wie mit gesicherten Tatsachen zu rechnen gewohnt waren, sind heute ins Wanken geraten oder müssen sich zum mindesten erhebliche Modifikationen und Einschränkungen ihres Geltungsbereiches gefallen lassen.2
Auch der Selektionstheorie scheint dieses Schicksal nicht erspart geblieben zu sein: — ja, es stünde, falls gewisse Hyperkritiker recht behalten sollten, sogar zu befürchten, daß das ganze großartige Gedankengebäude, das Ch. Darwin vor 60 Jahren auf dem Boden der alten Lamarcksehen Entwicklungslehre errichtet hat, infolge des Verlustes dieser seiner festesten Stütze demnächst zusammenbrechen würde!