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Der Zusammenhang von Sadismus und Analerotik ist Analytikern längst bekannt. In den meisten Fällen äußert sich der Sadismus als Lust zum Schlagen, wobei die Hand die Rolle des schlagenden sexuellen Organes übernimmt. Aus einigen Fällen solcher Art, die ich analysierte, scheint mir die Erklärung berechtigt, daß hier ein Überspringen (Verdrängung) der genitalen Masturbation mit „Verschiebung auf die Hand“ stattfindet. Die Hand vertritt das Geschlechtsorgan, wobei sie meist, aber nicht in allen Fällen, die Rolle der Rache am Vater oder der Selbstbestrafung in anderen übernimmt. Der Vorgang geht so vor sich: zuerst wendet sich das kindliche Interesse der analen Region zu (Beschauen, Betasten, Spiel mit den Exkrementen usw.). Das Primat der Genitalzone mit Masturbationsversuchen erfährt durch strenge Erziehung oder aus anderen Gründen eine Entwicklungshemmung. Die Hand, welche den Masturbationsversuch machen wollte, eventuell auch machte, übernimmt nun unter Beibehalten (respektive Regression) der ursprünglichen Analerotik, die Rolle des männlichen Sexualorganes, welches nicht existieren soll. Meine Beobachtungen erstrecken sich auf Fälle von männlicher Handaggression. Bei Frauen konnte ich diese Art der Handaggression nicht beobachten; sollte dies auch mal Vorkommen, — so wird es sieh um irgend einen Umweg, um homosexuelle Penisvorstellungen handeln. In die Grenzen der normalen Psychologie ästhetisch fühlender Individuen beider Geschlechter gehört die Sorge um die Schönheit der Hand. Diese muß weiß sein, sauber, die Nägel schön geformt und glänzend. Zum Ideal des Weiblichen gehört ein weiches, kleines, zartes Händchen, gleichsam eine Andeutung, ein Rudiment des männlichen. So ein Händchen würde beim Manne abstoßend wirken, aber auch eine allzu große, rohe, namentlich rote Hand darf ein Mann „aus guter Gesellschaft“ nicht haben. Die auf die Hand lokalisierte Erytrophobie konnte ich merkwürdigerweise bloß zweimal analytisch beobachten, bei einer Dame und bei einem Herrn.