You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
In seinem zweiten Beitrag zur Psychologie des Liebeslebens („Über die allgemeinste Erniedrigung des Liebeslebens“)1 schildert Freud ausführlich einen Typus von Menschen, welche er so charakterisiert: „Wo sie lieben, begehren sie nicht, und wo sie begehren, können sie nicht lieben.“ Bei vier eingehend analysierten männlichen Patienten, welche Vertreter dieses Typus waren, habe ich ein weiteres charakteristisches Merkmal gefunden, das ich in dieser Mitteilung schildern will, ohne mir darüber klar zu sein, ob es sich um ein häufiges oder seltenes Vorkommnis handelt.
Ein Patient bringt mir folgenden Traum: „E. A. zeigt mir ein röhrenartiges Gebilde, welches mit Schuhabsätzen gefüllt ist; dieselben sind in drei Schichten übereinander gelagert, und zwar so, daß die oberste und die unterste Schicht nach derselben Seite gewendet sind, die mittlere nach einer anderen gewendet ist.“ — Dazu folgende Einfälle: „E. A. ist eine mir gleichgültige Persönlichkeit, ein Geschäftsfreund aus meiner Vaterstadt; er hat eine wenig reizvolle Frau, eine gute Kameradin, aus demselben sozialen Milieu stammend