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Ein Patient erzählt folgenden Traum: „Ich sehe die Noten eines meiner unlängst gespielten Vortragsstücke, darunter viele Akkorde. Diese bedeuten etwas Großes, etwas Deckendes, da sie beim Abschreiben eine große Fläche in Anspruch nehmen. Ich habe das Gefühl, daß ich mangelhaft zugedeckt bin, aber es ist nicht die Decke, sondern es sind die Akkorde, durch die ich nicht gut gedeckt bin. Als ich erwachte, war ich tatsächlich aufgedeckt, ich deckte mich zu und schlief wieder ein.“
Als Ergänzung erzählt er noch folgendes Detail: „Ich muß eine enge Wendeltreppe hinunter und habe Angst, daß ich falle.“ Dazu fällt mir ein anderer Traum ein: In einem Lift sause ich mit großer Geschwindigkeit hinauf und hinunter, beim Hinunter fallen empfinde ich große Angst.
Analyse: Das Vortragsstück hatte er bei einem jungen Mädchen gespielt, von dem er auf dem Klavier begleitet wurde und in welches er damals verliebt war. Er machte lange Zeit seine Besuche unter dem Deckmantel des Musizierens, bis er endlich das eigentliche Ziel seiner Annäherung eingestanden hat. Von seiner Mutter wegen der häufigen Besuche zur Rechenschaft gezogen, gestand er auch ihr seine ernsten Absichten. Er brauchte also keinen Deckmantel mehr, um hingehen zu können. Zu Lift assoziierte er das Börsespiel mit seiner Hausse und Baisse, das er bei einer vorübergehender Konjunktur eifrig betrieb und bei welcher Gelegenheit er aus seinen Engagements nicht rechtzeitig aussteigen konnte, obwohl er mit Geld keineswegs gedeckt war. Er griff zum Gelde des Vaters, vor dessen Zorn er nur durch den Schutz der Mutter gerettet wurde.
Die unvollkommen deckenden Akkorde bedeuten also: „Ich bin zwar mangelhaft gedeckt, die Musik deckt die Liebe schlecht, auf der Börse habe ich keine Deckung, die Decke ist kurz, aber ich brauche das alles nicht, da ich die erste Angelegenheit schon mit der Mutter erledigt habe, die mich