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Vorträge über psychoanalytische Themen für ärztliche und nichtärztliche Laien, zum Teil noch aus dem Jahre 1907/1908; Beweise für Ferenczis langjähriges, erfolgreiches Wirken für die Verbreitung und das Verständnis der Psychoanalyse. Kein anderer Teil der seinerzeitigen österreichisch-ungarischen Monarchie weist soviel wissende Ärzte auf, als der unter Ferenczis Einfluß stehende jenseits der Leitha. Man lernt seine geistreiche, auch launige Schreibweise schätzen und folgt interessiert den originellen Wegen, mit stets weitem Horizont, die der bildungs- und gedankenreiche Autor einschlägt.
Die Vorträge behandeln die Aktual- und Psychoneurosen und bringen einfache klarverständliche Darstellungen der psychoanalytischen Auffassung. Ebenso über die Träume; das Thema Suggestion und Psychoanalyse; die Psychoanalyse des Witzes und des Komischen. Im Aufsatz Philosophie und Psychoanalyse setzt sich Ferenczi mit Professor Putnam auseinander, und verwirft dessen Ratschlag, von der Bewußtseinsseite her in den wegen ihrer Unergiebigkeit verlassenen Schächten zu graben, sondern hält die Aufgabe für viel erfolgreicher, mit der Tiefenpsychologie die Bewußtseinsvorgänge und ihre Tätigkeitsformen zu erklären. In seinen Bemerkungen zur Psychogenese der Mechanik kann sich Ferenczi auf Ernst Mach stützen und denselben — für einen Psychoanalytiker erklären. Noch ein zweiter Genius, Anatole France, kann füglich „zu den Unseren gerechnet werden“, eine Gemeinschaft, die uns für die Mißachtung jener Neurologen und Psychiater entschädigt, die im Gegensatz zu dem tiefschürfenden Dichter nur die glatte Oberfläche der menschlichen Psyche kennen und die Ungeheuerlichkeiten ihrer Tiefe verleugnen wollen. Im Vortrag über „Glaube, Unglaube und Überzeugung“ nennt Ferenczi „das eigene Erleben“ die einzige Möglichkeit, — in psychischen Dingen — sich die „Evidenz“ zu verschaffen und die Psychoanalyse einen guten Weg dazu. Der Vortrag „Psychoanalyse und Kriminologie“ sei besonders hervorgehoben. Ferenczi sp