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Diese Arbeit hat eine besondere Bedeutung, weil der Verfasser in langen Jahren der Praxis eigene Erfahrungen in vielen Behandlungsmethoden der Neurosen erwarb und daher deren Ergebnisse zu vergleichen imstande ist. Erst als Professor der Psychiatrie an der Universität von Toronto in Kanada, später als Nervenarzt in London behandelte er Nervenkranke mit den verschiedensten psychischen Mitteln. Die Resultate seiner Erfahrung sind in knapper Form in dieser Arbeit zusammengetragen.
In der Einleitung betont er die Notwendigkeit einer richtigen Behandlung der Nervenkranken, deren Leiden gewöhnlich unterschätzt werden. Dann folgt eine klare Darstellung der Anwendung von verschiedenen psychotherapeutischen Methoden bei der Konversionshysterie. Es werden einige Suggestionsmethoden, sowohl im Wachen als in der Hypnose augewendet, beschrieben, dann einige Arten von „Reéducation“, zum Beispiel nach Janet und Morton Prince; schließlich die Psychoanalyse. Zum Schlüsse teilt Verfasser mit, daß jede dieser Methoden ihm gute Resultate liefere und jede ihm ebenfalls Mißerfolge brachte. Die Qualität der Resultate war jedoch im ganzen um so besser, je eingreifender die Methode war. Daher kam er allmählich dahin, die Suggestion nur noch in seltenen Fällen anzuwenden und nun behandelt er seine Kranken, wenn irgend möglich, nur noch mit der psychoanalytischen Methode. Diese liefert nicht nur die besten therapeutischen Erfolge, sie ist zu gleicher Zeit eine wirkliche „Reéducation“, welche einer großen Gewinn an Selbstkenntnis, Selbstführung und Selbstkontrolle einschließt.
Dann behandelt Verfasser etwas kürzer die übrigen Psychoneurosen, Angsthysterie und Zwangsneurose, in besonderen Kapiteln. In bezug auf ihre Therapie verweist er größtenteils auf das bei der Konversionshysterie Gesagte.
Auch die Aktualneurosen: die Neurasthenie, die Angstneurose und die Hypochondrie, werden in besonderen Kapiteln dargestellt. Dabei betont Verfasser das häufige Zusammengehen von bestimmten Aktual- mit Psycho