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Ein kritisches Übersichtsreferat. Die klinische (Kraepelin), psychologische (Bleuler, Jung, Freud), phänomenologische (Jaspers), erbbiologische (Kretschmer), hirnanatomisch-physiologische (Wernicke) und innersekretorische Betrachtungsweise wird im Detail kritisch besprochen. Über die Psychoanalyse: „Auch wer sich nicht als Anhänger Freuds betrachtet, wird den ungeheuren Einfluß, den er auf unser psychiatrisches Denken ausgeübt hat, nicht bestreiten wollen. Wenn wir gegenwärtig viel tiefer in das Seelenleben unserer Kranken einzudringen versuchen, den Inhalten eine ganz andere Bedeutung schenken, als bisher, so hat Freud wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen. Ja noch mehr: auch wer die Freudschen Lehren ablehnt, denkt mehr, als er sich oft zuzugeben geneigt ist, in seinen Gedankengängen.“ Der Fehler Bleulers bestehe wie der Freuds in der Annahme, daß grundsätzlich alles Psychische sinnvoll determiniert sei.
Dr. W. Reich.