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Wir wissen, daß die Konversionshysterie die verschiedensten Organe, wie Verdauungstrakt, Sinneswerkzeuge, Haut, Muskulatur, Atmungsorgan usw., zum Schauplatz ihrer Äußerungen nehmen kann, deren Funktionen sie in der mannigfaltigsten Weise beeinflußt und ändert. Dort, wo sie ihre vorzüglichsten Ansatzstellen hat, ist ihre Symptomatologie durch häufige Beobachtung festgelegt und nach diversen Gesichtspunkten beschrieben worden. Nichtsdestoweniger hat die Hysterie auch in solchen Fällen den Charakter beibehalten, durch irgend einen unerwarteten Zug zu überraschen und in uns das Gefühl zu erwecken, daß hinter ihrer bekannt scheinenden Natur allerlei ungelöste Rätsel stecken. Wo sie seltener und unter verwickelteren Bedingungen auftritt, sind ihre Erscheinungsformen vielleicht nicht durchwegs genau festgehalten und dargestellt worden; zumindest aber fehlt es hier an einer systematischen Bearbeitung des gewiß nicht uninteressanten Stoffgebietes. Es soll im folgenden versucht werden, auf Grund einzelner Beobachtungen die hysterischen Symptome an der Gebärmutter gesondert zu behandeln. Das Material, welches aus naheliegenden Gründen dem Gynäkologen leichter zugänglich gemacht wird als dem Psychoanalytiker, konnte nicht immer ausgiebig erforscht werden, doch dürfte es in Hinsicht auf das angegebene Problem seinen Zweck erfüllen.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Hysterie sich an den zwei Gewebselementen der Gebärmutter — d. i. Schleimhaut und Muskulatur — etablieren und dort ihre besonderen Symptome hervorrufen kann. Beide haben in hohem Grade die Fähigkeit erworben, auf reflektorischem Wege zu funktionieren,