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Ferenczi beschließt eine Gedankenreihe über die „Hysterischen Materialisationsphänomene“ folgendermaßen:
„Ein anderes, bisher nur von psychologischer Seite betrachtetes Problem, das der künstlerischen Begabung, wird in der Hysterie von seiner organischen Seite einigermaßen beleuchtet. Die Hysterie ist, wie Freud sagt, ein Zerrbild der Kunst. Die hysterischen ‚Materialisierungen‘ zeigen uns aber den Organismus in ihrer ganzen Plastizität, ja in ihrer Kunstfertigkeit. Es dürfte sich zeigen, daß die rein autoplastischen Kunststücke des Hysterischen vorbildlich sind, nicht nur für die körperlichen Produktionen der Artisten und der Schauspieler, sondern auch für die Arbeit jener bildenden Künstler, die nicht mehr ihren Leib, sondern Material der Außenwelt bearbeiten.“1
Auf Grund von Krankenanalysen konnte nun erkannt werden, daß die Anknüpfung der Begabungsfrage an Fragen der Körperphänomene der Hysterie eine äußerst glückliche war. Es soll hier aber nicht nur von einer Vorbildlichkeit der Betätigungsart gewisser künstlerisch Veranlagten die Rede sein, sondern von einer tiefer gehenden Analogie. Bei der Hysterie wurde — nach Freud — eine bis zur Genitalisierung reichende Erogenisierung gewisser Körperteile vorgefunden, bei der zeichnerischen und dichterischen Begabung eine, teilweise zur Sublimierung fortschreitende Erogenisierung (erhöhter Libidotonus) der ausübenden Organe, das heißt der „Hand-“, respektive der „Mund“-Zone.2