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Der Traum, dem wir unsere Aufmerksamkeit zuwenden, ist in einer analytischen Behandlung vorgebracht und gedeutet worden, und hat für das wissenschaftliche Interesse in zweifacher Hinsicht Bedeutung erlangt. Seine Analyse führte zunächst zur Aufklärung eines schwer durchsichtigen Falles von Neurose; die Anwendung der neuen Einsicht ließ dann die psychische Konstellation eines sozial recht merkwürdigen Menschentyps erfassen, deren Enträtselung mich seit langem beschäftigt.1 So sehr auch diese Mitteilung unter den Einschränkungen leidet, die ihr die Person des Träumers und die inhaltlichen Beziehungen des Traumes auferlegen, erscheint sie doch durch einen besonderen Umstand begünstigt. Der Traum stammt aus einer Phase der Behandlung, wo bereits alle verfügbare Libido des Analysanden in die Übertragung eingefangen war und schöpft sein Material aus dem Verhältnis des Träumers zum Analytiker. So vermag er uns Einblick in die tiefsten seelischen Regungen des Träumers zu eröffnen, ohne dessen reale Lebensbeziehungen zu enthüllen, die seine Person verraten könnten.
Nach diesen Vorbemerkungen führen wir den Traum an, wie ihn der Träumer erzählt:
„Ich gerate in ein Eckzimmer — flüchte mich dorthin — oder verstecke mich dort — (unbestimmt) — stehe dann vor einem Fenster. Ich bewundere meinen mächtigen, großen, erigierten Penis und schwinge ihn mit der Hand. Dabei fließt Urin ab, sehr viel Urin … Obwohl die Fensterscheiben matt sind, werde ich ängstlich, man könnte mich sehen … Ich bemerke in der Schambehaarung ein weißes