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Im Mittelpunkt des paranoiden Systems des Görlitzer Schusters Jakob Böhme steht das centrumnaturae oder Naturrad, aus sieben Quell- oder Saftgeistern sich zusammensetzend und im ganzen Kosmos sich auswirkend, eine Projektion des psychischen Prozesses des Autors in die Schöpfung mit unverkennbarer sexueller Symbolik. Von drei dieser Saftgeister, Mercurius, Sal und Sulphur, die der Mystiker aus des Paracelsus Naturphilosophie übernommen, haben wir seinerzeit2 den ersten, den Mercurius (gleich Quecksilber) als ein Bild der beweglichen, lebendigen Natur gedeutet, die durch den harten Stachel erzeugt wird, den zweiten, Sal, als die scharfe sexuelle Begierde und den dritten, Sulphur, als die Angst des Weibes vor dem Wüten und Brechen des Stachels.
Bei den Erklärungen eines in Königsfelden versorgten paranoiden Erfinders, namens König, wurden wir neuerdings auf diese Bedeutung des Quecksilbers aufmerksam. Alle seine Konstruktionen, die er als selbsttätige Kraftentwicklungs- und Gewichtsregulierungsapparate, Perpetueno mobilletes bezeichnete und die meist aus zwei gleichartigen, mit einander verkuppelten Teilen bestanden, zeichneten sich dadurch aus, daß die treibende Kraft durch kugelförmige, paarige Gewichte geliefert wurde. Diese Gewichte enthielten Hohlräume oder standen mit solchen röhrenförmiger Art in Verbindung. Darin fand sich das leichtflüssige Blei oder Quecksilber. Die naheliegende Deutung, daß es sich dabei um eine symbolische Darstellung der Testes und des daraus fließenden Spermas, der