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Meine Herren! An einer Stelle seiner Vorlesungen über Psychoanalyse hebt Freud hervor, die Psychoanalyse sei eine Wissenschaft, deren Bestimmung es ist, einst auf ihr organisches Fundament gestellt zu werden. Unternimmt man den Versuch, diese Aufgabe auf Grund der bekannten Tatsachen zu lösen, so stößt man auf unübersteigbare Schwierigkeiten, die nur durch Spekulation überwunden werden können. Man merkt bald, daß auf beiden Seiten der Boden noch nicht reif ist, um diese Verbindung herzustellen und muß sich bescheiden, erst Stück um Stück mühselig herbeizuschaffen, die das Fundament bilden sollen.
Wir sehen nun drei Möglichkeiten vor uns, diesem Endziel experimentell näherzukommen und ihm gewissermaßen vorzubauen. Zum ersten, indem man organische Veränderungen in den innersekretorischen Drüsen setzt, vor allem in den Generationsorganen, und die Folgeerscheinungen auf die Gesamtpersönlichkeit studiert, die vorher nach analytischen Grundsätzen festgestellt worden war. Die ersten Ansätze und Gelegenheiten dazu haben sich durch die von Steinach inaugurierten Verjüngungsversuche und die Hodenimplantationsversuche Lichtensterns ergeben. Bei diesen Eingriffen in den Sexualstoffwechsel könnten die resultierenden Veränderungen im Libidohaushalt mit den übrigen veränderten Einstellungen zu den Sexualobjekten mit Recht mit den gesetzten organischen Veränderungen in Einklang gebracht werden. Dieser aussichtsreiche Weg ist, wie wir am letzten Kongreß gehört haben, von Dr. Federn beschritten worden. Wie