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Vor vielen Jahren fiel mir an einem eigenen Traume auf, daß derselbe auf infantiles Material, den Bruder betreffend, regredierte, als wir, aufs Land gezogen, seit langen Jahren wieder zum erstenmal in einem Zimmer schliefen. Analoges konstatierte ich bei einer verheirateten Hysterika, die mit ihrer Mutter in einem Erholungsheim wieder wie einst das Schlafzimmer teilend, zum erstenmal in der Kur einen Traum träumte, der infantiles Material — orale Erotik im Zusammenhang mit der Mutter — bestätigte. Die Kranke litt an hysterischen Übelkeiten und Angst vor Erbrechen, wenn sie mit geliebten Männern zusammenkam. Als Mädchen hatte sie erfahren, daß der frühere Liebhaber der Mutter sich von seiner neuen Geliebten Fellatio machen lasse. Aus ihrer eigenen Kleinkinderzeit wurde erzählt, sie hätte einmal ihre Mutter so leidenschaftlich und andauernd auf den Mund geküßt, daß man sie gewaltsam abwehren mußte.
Der Traum lautet: „Ich liege zu Bett, die Mutter leckt mein Hemd innen unten ab. Ich bin verwundert und frage mich befremdet, wieso man so etwas tue. Die Mutter erklärt, so etwas könne schon Vorkommen, ich sei nur eine schwache Frau. Ich sah dann einen bekannten jungen Mann, der dem seinerzeitigen Freund der Mutter ähnlich ist und der zugesehen hatte, schmatzend ein Butterbrot essen; ich wußte auch, daß die Mutter mit Appetit mitesse und war erstaunt, daß die beiden nach ‚so etwas‘ mit solchem Appetit essen konnten.“
In einem weiteren Falle, bei einem impotenten Manne, erschien die homosexuelle (in der Kindheit wenigstens mit einem Kollegen effektive) Beziehung zum jüngeren Bruder, in Träumen, die geträumt wurden, als die beiden Brüder — durch geänderte Wohnungseinteilung nach dem Tode der Großmutter — durch kurze Zeit ausnahmsweise wieder in einem Zimmer schliefen. Ein besonders charakteristischer, die Homosexualität durch „Umkehrung“ anzeigender Traum lautet:
„Ich lag mit meinem 25 jährigen Bruder, der aber im Traum als kleiner Knabe erschien, Bett an Bett. Auf einmal war se