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Die inhaltliche Zusammenfassung dieses dickleibigen Buches kann im folgenden gegeben werden: Es seien typische, charakteristische Unterschiede im psychischen Gesamthabitus der Menschen auffindbar; die größten zwei Gruppen werden von den habituellen Einstellungstypen des Introvertierten und Extravertierten gebildet. Dabei soll Introversion ein Hineinströmenlassen der „Energie“ vom Objekt ins Subjekt und Loslösung der „Energie“, des „Interesses“ vom Objekte zugunsten des Subjektes bedeuten, Extraversiòn hingegen soll das Herausgehen an ein Objekt, das Sichanklammern an das Objektive, eine Strömung der „Libido“ vom Subjekt zum Objekt bezeichnen, wobei unter Objekt auch die Mitmenschen, die eingepflanzten Gewohnheiten, die Wahrheiten, die Normen der Umgebungswelt zu verstehen seien. Innerhalb dieser beiden Einstellungstypen sollen noch je vier Typen den vier Grundfunktionen gemäß (Denken, Fühlen, Empfinden, Intuieren) unterscheidbar sein. Infolge der kompensierenden Funktion des Unbewußten sollen die nicht im Vordergründe stehenden, vom Bewußtsein „verdrängten“ Grundfunktionen und Einstellungen im Unbewußten zur stärkeren Entfaltung gelangen. Solche im Unbewußten wirkende Funktionen reißen nach Jung archaische Bilder aus dem Inventar des „kollektiven Unbewußten“ an sieh und bedrohen, falls sie größere Energien an sieh ziehen, das Netz der bewußten Funktionen mit Durchbruch. — Eine Versöhnung beider Einstellungstypen müsse in einem mittleren Zustand gelingen, welcher Folge einer mit Symbolbildung einhergehenden „transzendenten Funktion“ sei; in diesen mittleren Zustand progrediere man mittels der (religiösen) Andacht. — Alle diese Behauptungen werden mit Beispielen aus der antiken und mittelalterlichen Geistesgeschichte, aus Werken von Schiller (naive und sentimentalische Dichtung, ästhetische Stimmung als mittlerer Zustand), von Spitteler (Prometheus und Epimetheus), von Ostwald (romantischer und klassischer Gelehrter), usw. erläutert, natürlich bleibt auch die heute wi