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Der bekannte Autor, dem wir eine Reihe wertvoller Beiträge zur psychoanalytischen Erforschung der Perversionen verdanken,1 tritt mit dieser Arbeit in einem größeren Werke vor die breitere Öffentlichkeit, um für die psychoanalytische Auffassung der Perversionen in leidenschaftlicher Weise zu werben; er fußt im wesentlichen auf Freuds Anschauungen, geht aber auch verschiedentlich seine eigenen Wege, wobei für Uneingeweihte leider nicht deutlich ersichtlich ist, was heute Allgemeingut der Analytiker ist, was Sadgers eigene Anschauungen sind. Der Titel, der an das bekannte Werk von Krafft-Ebing denken läßt, verspricht mehr, als das Werk hält: es bespricht nicht alle Perversionen, sondern nur die Homosexualität, den sadomasochistischen Komplex,2 den Fetischismus und den Exhibitionismus. Ehe die eben genannten Perversionen besprochen werden, führt der Autor den Leser in einem „Allgemeinen Teil“ in die psychoanalytische Auffassung der Entwicklung der Sexualität von der frühesten Jugend an ein — unter besonderer Betonung des Ödipus- und des Kastrationskomplexes — und widmet der psychischen Impotenz, der vaginalen Unempfindlichkeit der Frauen und der Onanie ein besonderes Kapitel. Eine ungeheure Menge von Wissen, eine schier erdrückende Fülle von Einzelbeobachtungen aus der psychoanalytischen Praxis und aus dem täglichen Leben — in vielen arbeitsreichen Jahren gesammelt — ist in diesem Werke niedergelegt. Eine umfangreiche und gründliche Kenntnis der Literatur, sowohl der nichtanalytischen als auch der neuesten psychoanalytischen, welche der erfahrene Wiener Forscher sich ganz