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Dieses Werk umfaßt zum Teil die Ausführungen der „Médications psychologiques“, die der Autor 1919 bei Alcan publizierte. Während aber das erste Buch vor allem historisch war, sucht dieses die grundlegenden Gesetze der Psychotherapie und den Wert der psychologischen Phänomene, auf denen sie beruhen, zu erforschen, Janet behielt hier nicht so ganz seine strenge Klassifikation der Psychotherapie bei, er sie im ersten Werk vertreten hatte, aber wir finden hier die Grundsätze, auf denen seine Einteilung basiert, wieder. Diese sind:
L'action morale (moralische Handlung).
L'utilisation de l'automatisme (die Nutzbarmachung des Automatismus).
Les économies psychologiques (die psychologische Ökonomie).
Les acquisitions psychologiques (die psychologischen Neuerwerbungen).
Jeder dieser Grundsätze wird im oben erwähnten Werke mit viel Eindringlichkeit, gutem Verständnis und kritischem Sinne besprochen.
Der Autor widmet der Psychoanalyse einige Seiten und macht ihr den gleichen Vorwurf, wie in seinen früheren Werken daß sie nämlich gewisse Tatsachen, die nur für spezielle Fälle zutreffen, zu sehr verallgemeinere.
Wenn auch diese Seiten einen wohlüberlegten Eindruck machen, so wollte Janet doch dem Prinzip gewisser Schriftsteller treu bleiben in cauda venenum und so gibt er an Stelle einer Schlußfolgerung über die Psychoanalyse folgendes Urteil (p. 45):
„Sie ist heute die letzte Verknüpfung der zugleich magischen und psychologischen Praktiken, die den Magnetismus kennzeichnen: sie hat die Einbildungskraft und den Mangel an Kritik, überwältigenden Ehrgeiz, epidemischen Verlauf und den Kampf gegen die öffentliche Wissenschaft beibehalten. Es ist wahrscheinlich, daß sie auch ungerechten und abfälligen Urteilen begegnet ist. Aber sie wird ebenso wie der Magnetismus und der Hypnotismus eine große Rolle spielen und den psychologischen Studien nützliche Anregungen bieten.“
Die Phänomene der Geisteskrankheiten sind vor allem Phantasieerscheinungen. Janet weiß dies sehr gut. Sie mit rationellen Met