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Wie aus der Buch- und Zeitschriftenliteratur sowie aus den Berichten über Kongresse und Sitzungen wissenschaftlicher Vereinigungen hervorgeht, ist die Analyse in immer verstärktem Maße Gegenstand der Diskussion in den Kreisen französischer Neurologen und Psychiater. Einige Daten aus „L'Encéphale“ (Journal de Neurologie et de Psychiatrie) mögen dieses Interesse beweisen: In der Sitzung der „Société de Psychiatrie“ am 15. März 1925 hielt Minkowski einen Vortrag über den Wert der psychoanalytischen Methode, die er in ihrer Anwendung bei einem Fall von Impotenz studiert hat. (Erfolgreiche Therapie); in derselben Sitzung gab Cornélius eine psychologische Kritik des Verdrängungsbegriffes Freuds. Hartenberg erörterte in einem Vortrag die „Verdrängung und Sexualität in den Psychoneurosen“, wie sie die Analyse darstelle, woran sich eine lebhafte Diskussion knüpfte. Darauf folgte ein Vortrag von Ombrédanne: „Die Forschungsmethoden Freud s“. — In der Sitzung vom 15. Februar 1925 referierte Delmas über die analytische Theorie der Fehlhandlungen, Georges Dumas über die nichtsexuelle Verdrängung in den Neurosen. Hesnard (Bordeaux) ließ Dumas Kritik, daß Freud nur eine Verdrängung sexueller Tendenzen berücksichtige, nicht gelten. Einem Vortrag Hesnards über die Verdrängung folgte eine Diskussion, an der sich auch Pierre Janet beteiligte.
Auf dem 17. Kongreß der Psychiater und Neurologen Frankreichs und der franz. sprechenden Länder (2. bis 7. August 1923 in Besançon) wurde die Psychoanalyse mehrfach diskutiert. Hesnard hielt auf diesem Kongresse einen Vortrag über „Die Psychoanalyse“, worin er die Resultate der Psychoanalyse nach vier Richtungen kritisch erörterte: vom ätiologischen, methodologischen, therapeutischen und heuristischen Standpunkte. Trotz allen Einwendungen und bei aller Reserve gelangt er zu dem Schlüsse, daß die Psychoanalyse, von ihren Übertreibungen befreit, und trotz allen Irrtümem unleugbare Rechte auf das wissenschaftliche Interesse Frankreichs habe.