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Die Geburt eines Menschen ist ein so häufig vorkommendes Ereignis und Kinder gibt es auf der ganzen Welt so viele, daß man mit Überraschung feststellen muß, wie wenige Menschen eigentlich ein Kind zur Welt kommen gesehen haben. Auch ist im allgemeinen nur wenig über den Mechanismus der Geburtsvorgänge bekannt, deren Nachwirkungen doch von weitreichendster Bedeutung für die Weiterentwicklung des Individuums sein können. Sie können ebenso gut körperliche Schwächung wie seelische Störungen hervorrufen und es ist deshalb erstaunlich, daß man von diesem Gesichtspunkt aus die Vorgänge bei der Geburt noch keinem eingehenderen Studium unterzogen hat, obwohl man im allgemeinen den Anfang aller Dinge als entscheidend für ihre fernere Entwicklung ansieht.
Verhältnismäßig wenige Frauen, die selbst mehrere Kinder zur Welt gebracht haben, haben andere Frauen gebären gesehen und so Gelegenheit gehabt, sich ihre eigenen Leiden und die, welche das Kind durchzumachen hat, bis es das Licht des Tages erblickt, zu vergegenwärtigen. Nun ist eine Geburt ein von einem Außenstehenden schwer zu beobachtender Vorgang. Ihre Überwachung liegt in den Händen mehr oder weniger erfahrener Personen, die für dieses schwierige und besonders verantwortungsvolle Amt eigens herangebildet werden. Die sehr gewissen hafte Ausbildung geschieht lediglich in Hinblick auf die körperlichen Vorgänge, ihre Methoden sind gewöhnlich sehr konservativ. Jene Personen, sowohl Männer als Frauen, die sich ganz dem geburtshilflichen Zweig der medizinischen Wissenschaft widmen, können weder bei Tage noch bei Nacht auf Zeit für Ruhe und Erholung rechnen. Sie müssen immer auf dem Posten sein und sind daher