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Die Theorie der psychoanalytischen Therapie ist aufs innigste mit der praktischen Erfahrung verknüpft und durchaus abhängig von der Einsichtnahme in die früheste Libidoentwicklungsperiode. Sie ist heute noch in keinem Sinne abgeschlossen, intensive Arbeit am Gewinnen einer klaren Vorstellung von den Mechanismen der analytischen Heilung ist wohl am Platze. Folgende Ausführungen mögen als kleiner Beitrag zur Lösung einer Detailfrage betrachtet werden. Wir werden uns nur mit der Stellung der Genitalität in der Prognose und Therapie der Übertragungsneurosen beschäftigen und glauben damit, eine nicht unwichtige Frage in den Vordergrund zu rücken: die Tatsache, daß sich unter ineinen achtundzwanzig Fällen männlicher und vierzehn Fällen weiblicher Neurosen kein einziger findet, der nicht auch Impotenz oder Frigidität, bezw. Abstinenz aufgewiesen hätte, ist auffallend genug. Eine Umfrage unter mehreren Analytikern ergab einen ähnlichen Befund.
Wesentliche Haftpunkte einer umfassenden Vorstellung von den Mechanismen der analytischen Therapie hat Freud selbst der Theorie geschenkt. Wir wollen kurz rekapitulieren: Wir kennen 1. das Abreagieren in der Kur durch „Agieren“ oder Erinnern eines verdrängten Affektes oder einer verdrängten Vorstellung als einen der wirksamsten therapeutischen Abläufe. 2. das bedeutsame Ferment, die Übertragung, die, selbst kein heilender Faktor, die Lösung innerer Konflikte heilsam gestaltet. 3. die Rolle der „Überzeugung“, die den Patienten auf dem Wege innerer Zustimmung zur Verurteilung der bewußt gewordenen Wünsche, Einstellungen und Triebe bringt.
Das sind Prozesse, die je nach dem Fall verschieden stark ineinander greifen und schließlich dem Patienten zu jenem Schritt vom Lustprinzip zum Realitätsprinzip verhelfen, den er in der Kindheit nicht machen konnte.
Wir tun sofort einen Schritt weiter in die Problematik der analytischen Therapie, wenn wir hervorheben, daß alle diese Prozesse: Agieren, Übertragung usw., bloß Vorgänge an (im Grunde) biolog