You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der VIEL Internationale Psychoanalytische Kongreß fand vom 21. bis 23. April 1924 in Salzburg statt, also an demselben Orte, wie die erste Tagung der Psychoanalytiker im Jahre 1908. Er bot ein erfreuliches Bild der zunehmenden räumlichen Ausbreitung und wissenschaftlichen Vertiefung der Psychoanalyse. Nur in einem Punkt unterschied er sich zum Nachteil von seinen Vorgängern. Wir vermißten denjenigen unter uns, der bisher den Mittelpunkt unserer Kongresse wie unserer Wissenschaft gebildet hatte. Professor Freud fühlte sich nach einer kürzlich überstandenen Erkrankung noch nicht soweit erholt, um sich den Anstrengungen eines dreitägigen Kongresses auszusetzen. Ein von Professor Freud eingelaufenes Begrüßungstelegramm erwiderte der Kongreß nicht nur in Worten, sondern auch in der Tat. Denn die Leistungen der Vortragenden standen auf einer Höhe, welche die der früheren Kongresse vielleicht noch übertraf; es war eine Gesamtleistung im Geiste Freuds. Möge er beim nächsten Kongreß sich wieder selbst davon überzeugen können, daß es um unsere Sache gut bestellt ist!
Am Vorabend des Kongresses fanden sich die Teilnehmer des Kongresses im Hôtel de l'Europe zwanglos zusammen. Im Namen der Wiener Vereinigung begrüßte Dr. Rank die Erschienenen auf österreichischem Boden. Alle Erschienenen waren an diesem Abend die Gäste der Wiener; ein Komitee, bestehend aus Frau Dr. Rank und Frau Dr. Hitschmann, hatte diese wie alle anderen lokalen Vorbereitungen zum Kongreß in erfolgreicher und dankenswerter Weise durchgeführt.