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Aus der Analyse einer 47 jährigen Patientin mit seit acht Jahren bestehender Retentio Urinae und Ischuria Paradoxa und Obstipation teile ich einige Träume mit, welche die Genese genügend erklären. Von den Assoziationen und Deutungen gebe ich nur, was zum Verstehen notwendig ist. Patientin lebt in einer nicht
ganz glücklichen Ehe, da sie ihren Gatten wohl liebt, aber sehr unter seinen schlechten Stimmungen leidet. Sie hat eine Tochter.
Traum A. Ein Mann mit einem großen Hut steht vor mir, er schlägt die Decke zurück und zieht alles, was in meinem Leib ist, unten aus demselben weg. Ich sage: Meinen Körper kannst du vernichten, aber mein Geist bleibt frei.
Zunächst sagte sie hierbei: Ich las vor kurzem ein Buch von Jack London: „The Jacket.“ Es handelte sich um einen Mann, der in einer Zwangsjacke lag und gefoltert wurde, während sein Geist sich darüber erhob. Alles, was Geist ist, zieht mich immer besonders an. Tatsächlich macht sich in diesem Roman der Geist des Gefangenen ganz frei vom Körper. Der Traum gab ihren Zustand gut wieder: Ihr bewußter Geist war ganz frei von den körperlichen Wünschen, die dem Unbewußten gehörten und ihren Körper krank machten (durch Konversion), Zweitens erzählt sie nun ganz von selbst, daß sie den Geschlechtsverkehr fast immer mit großem Widerwillen duldet. Nur in der Gravidität hatte sie keinen Widerwillen. Sie hat aber trotzdem Orgasmus. Weitere Einfälle: Der Hut: Es war ein Riesenhut, spitz zulaufend, wie von einem Wunderdoktor. Der Mann: Es war ein sehr langer Mensch, ein großer, breiter Mann. Ich denke jetzt an Dr. P. (den Hausarzt), aber der ist ein kleiner alter Herr, und dieser war von mittlerem Alter. Meine Tochter konnte sich als Kind so hübsch vermummen, wie ein Wunderdoktor. Der Mann im Traum hatte dieselbe Gestalt wie mein Vater, der war auch lang und breit. — Der Mann, der seine Hand in ihre Vagina einführte, und dem ihr Körper gehörte, hatte also ganz die Gestalt ihres Vaters. Warum sie hierbei auch an Dr. P. und an ihre T