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Dieses Buch ist das letzte einer Reihe, in welcher Verfasser seine Ideen über die menschliche Gesellschaft, deren Geschichte und zukünftigen Fortschritt ausführt. Leider wird dieses Buch das letzte bleiben, denn im vorigen Jahre, kurze Zeit nach Erscheinen dieses Buches, ist der Verfasser gestorben.
In diesem Buche soll die Liebe ihre Würdigung finden. Der Verfasser bemerkt, daß die Behandlung dieses Problems sehr schwierig ist, denn erstens ist es sehr kompliziert und zweitens darf man sich nicht um Lüge und Konvention kümmern, wenn man die Wahrheit sagen will. Aber das Problem ist äußerst wichtig und die soziale Bewertung der Sexualität in unserer Gesellschaft ganz unrichtig.
Es wird dann in mehreren Kapiteln in dichterischen Worten die Entwicklung der Sexualität geschildert. Verfasser schließt sich dabei ganz den Ansichten Freuds an, dessen geniale Entdeckungen er anerkennt und dessen Werke er mehrfach zitiert. Die Leitmotive dieser Kapitel sind in kurzem die folgenden:
Die tierische Sexualität ist nur zur Fortpflanzung bestimmt, die menschliche hat höhere Bedeutung. Das Gesetz der Entwicklung ist Vergeistigung. Deshalb soll auch die Sexualität „sublimiert“ werden.
Auch die Erotik als solche kann künstlerisch gestaltet werden; zu diesem Zwecke sollen die Liebenden zielbewußt die Sublimierung der Sexualität anstreben. Das Wesen jeder Kunst ist eben die Liebe zu einem Objekt, aber nicht im materiellen Sinne.
Die Entwicklung der Erotik wird beeinträchtigt durch die jetzige Form unserer menschlichen Gesellschaft. Eine Besserung erwartet Verfasser nur von einem Kommunismus, der sich auf wahre Geistigkeit gründet.
Dr. Adolph F. Meyer (Haarlem).