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Der Verfasser hat in einer Strafanstalt einen wegen Mordes verurteilten. Gefangenen einer eingehenden psychologischen Untersuchung unterworfen. Der Untersuchte, ein chronisch Geisteskranker mit den Erscheinungen der Schizophrenie, hatte seine europäische Heimat verlassen, weil er sich ängstigte, seinen Vater ermorden zu müssen. In Buenos Aires wurde er Angestellter eines Hotels. Als er aus dieser Stelle entlassen wurde, folgte er eines Tages dem Impuls, seinen Vorgesetzten zu töten.
Verfasser weist nun nach, wie das gesamte Handeln des Kranken einschließlich der Mordtat unter dem Einfluß der kindlichen Ödipuseinstellung stand. Des weiteren zeigt er die regressiven, besonders die narzißtischen Vorgänge im Triebleben seines Patienten. Es ist bemerkenswert, in welchem Grade der Verfasser wesentliche Gesichtspunkte der Psychoanalyse erfaßt und zur Anwendung gebracht hat. Es wäre zu wünschen, daß auch bei uns ähnliche Versuche zur psychologischen Erforschung des Verbrechens gemacht würden.
Dr. K. Abraham (Berlin).