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Mit der Zuwendung zum Gegenstand geht immer eine „Resonanz am eigenen Körper“ einher (Spannungs-, Gemeinempfindungen und ähnliches). Der Normale erlebt die Resonanz nur mit. „Bei der Hypochondrie verschiebt sich der Akzent auf die Resonanz. Damit erhalten die Mitschwingungen eine Bedeutsamkeit, die ihnen sonst nicht zukommt, sie treten aber gleichzeitig in die Objektwelt hinaus … der Körper … beziehungsweise die kranke Partie wird ‚ichfemer’.“ Es handelt sich fast stets mit Ferenczi und Freud um „grobe Sexualsymbolik“. Im erkrankten Organ gibt es also körperliche Veränderungen, die wir noch nicht näher kennen. Wie bei den hysterischen Konversionen strömt Energie von verdrängten Erlebnissen auf „vorgezeichnete körperliche Bahnen ab.“
In der alten Streitfrage, ob die Hypochondrie nur als Symptomenkom-plex innerhalb der großen Gruppen der Neurasthenie, des manisch-depressiven Irresein und der Schizophrenie oder als selbständige Erkrankung aufzufassen sei, neigt der Autor eher zur letzteren Annahme mit dem Hinweis, daß sich hypochondrische Symptome gesetzmäßig und chronisch behaupten können.
Dr. W. Reich (Wien).