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Es ist kein Lehrbuch der Psychologie im gewöhnlichen Sinne und unterscheidet sich von der sonst üblichen Art, psychologische Erkenntnisse und Probleme zu übermitteln, wohltuend dadurch, daß immerwährend im Flusse der Darstellung Problematik auftaucht, die den Leser zu angestrengtem Mitdenken anhält. Diesem
Vorteil wird wohl der Nachteil anhaften, daß das Buch für weitere Kreise unzugänglich hleiben wird. Es werden letzte Dinge der wissenschaftlichen Psychologie angeschnitten, die „wichtigen Beziehungen zwischen Geist und Körper“ charakterisieren den Grundton des Werkes, das „auf den Pfeilern analytischer Anschauungen“ ruht und den Versuch darstellt, „Phänomenologie, Psychoanalyse, experimentelle Psychologie und Himpathologie zu einem Ganzen zu vereinigen.“ Die Darstellung des Trieblebens, der Affekte, des Willens und der Handlung ruht fast vollkommen auf psychoanalytischer Basis. Formal psychologisch steht der Autor vollkommen auf dem Boden der Aktpsychologie; von der Wundtsclien Assoziationspsychologie, die das Seelenleben aus Empfindlingen mosaikartig aufgebaut wissen will, wird sehr wenig übernommen. Aber auch die Phänomenologie des Erlebens hat durch den Unterbau psychoanalytischer Triebpsychologie bei Schilder, im Gegensatz zu den Schulphäno-menologen (Husserl, Jaspers usw.), das Gepräge einer wirklichkeitsnahen Lebendigkeit. Es wird bei den Ausführungen über phänomenologische Erkenntnisse immer wieder auf die Psychoanalyse verwiesen. Und gerade dieses innige Ineinandergreifen von Psychoanalyse und Phänomenologie macht das Buch auch für den Psychoanalytiker, der formalen Problemen im allgemeinen femsteht, zu einer Quelle neuer und wichtiger Fragestellungen.
Der Autor steht auf dem Standpunkt, daß die psychische Kausalreihe unzerreißbar, aber durch organische Prozesse abänderbar ist. Die psychische Kausalität greift aber auch in die körperliche abändernd ein. (Wechselwirkungstheorie.) JDie Lehre von der Himlokalisation wird insoweit übernommen, als bestimmte Hi