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Der Karlsruher Dichter breitet vor dem Leser eine Reihe eigener Träume aus, die aus den Jahren 1890 bis 1921 stammen. Die Beweggründe des Aufzeichnens und der Veröffentlichung setzt er in seinem Vorworte auseinander. Ein angeheirateter Verwandter des Dichters, ein Pfarrer M. Zimmer, hatte durch lange Jahre seine Träume gesammelt und sie im Drucke veröffentlicht.
„Das Beispiel dieses Greises mochte es, halb unbewußt, gewesen sein, das mich veranlaßte, vom Jänner 1890 an meine Träume gleichfalls aufzuzeichnen. Mich leitete lediglich die Bilderfreude; ich bin kein Traumdeuter wie der biblische Joseph. Und so möchte ich meine Traumbilder von anderen Genossen wissen.“
Wir stoßen auf eine Anzahl von Traumworten, zum Beispiel: „Frau Bassano, Lot Dörfer, Omromollis“; das Traumwort „Troll“ wird auf einen am Vortag gehörten Hundenamen zurückgeführt.
Viele Träume machen den Eindruck von Tagesphantasien und erinnern an die dichterischen Phantasien eines Albrecht Schaeffer in seinem „Josef Montfort“.
Z. B. folgender Traum (pag. 41):
„Mein Vater hatte die überaus seltsame Gewohnheit, jeden Gast mit dem Kopf anzurennen. Da kam mein Vetter Ludwig Arnold aus Stuttgart, und siehe, mein Vater rannte auch ihm, wie ein wütender Stier auf ihn ansprengend, mit vorgehaltenem Kopf dermaßen in den Rücken, daß der arme Vetter über eine Stuhllehne taumelte und im Sturze sich den Kopf abbrach. Dieses ahgespellte Menschenhaupt, das rätselhafter weise mit einem türkischen Turban bedeckt war, rollte durch das Zimmer mir vor die Füße, und seine hin und her gehenden hervorquellenden Augen sahen schauerlich zu mir auf … Der Kopf, noch immer auf dem Estrich vor mir liegend, sah mich mit unbeschreiblich komischer Wehmut an, rollte gräßlich die Blicke hin und her …“ Die unerschöpfliche Anregung, die dem Dichter aus der Beschäftigung mit seinem eigenen Genitale zuzuströmen scheint, tritt uns aus mehreren Träumen entgegen; einmal sind's große Schwäne, „Tiere mit so mächtig langen Hälsen, daß ihre Häupter weit